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Rund um die Atlantikküste in Portugal und Frankreich finden sich beliebte Gegenden für Amateur- bis Profisurfer. Aber auch die Urlauber kommen immer mehr auf den Geschmack von steilen Küsten, gemütlichen Dörfern und angenehm windigen Stränden. Ein ganz besonderer Ort ist dabei die Algarve, das südlichste Stückchen Portugals.

Ein Abenteuer kann das nächste jagen aber auch Sonnenanbeter, die einfach nur entspannt neue Energie am Strand tanken wollen, sind hier herzlich willkommen. Die Algarve mag zwar eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Europa sein – für mich aber immer noch ein richtiger Insider-Tipp mit lokalem Flair. Welche Orte mir auf meiner Rundreise besonders im Herzen geblieben sind und warum, möchte ich mit euch teilen.

BEM-VINDOS A PORTUGAL – und jetzt?

Es heißt die Augen offenhalten, denn einige Fluggesellschaften fliegen den Flughafen in Faro zu günstigen Angeboten an. Vom Flughafen aus zur ersten Unterkunft geht es dann entweder mit dem Taxi, welches wirklich bezahlbar ist. Oder, und das lege ich jedem ans Herz, um flexibel zu bleiben: der Mietwagen. Dabei ist es wichtig an den Führerschein zu denken und am Besten schon vorab eine Online-Reservierung zu machen, um die wertvolle Zeit nicht zu verplempern. Das Autofahren will in Portugal trotzdem gelernt sein. Auch hier heißt es, wie es genauso auf anderen Straßen immer sein sollte: die Augen offenhalten – manchmal geht es über Schotter und Stein, manchmal durch enge Gassen. Wer aber langsam und konzentriert bleibt, der sollte sich im Handumdrehen problemlos gewappnet fühlen.

#1 FARO – von blauen Blüten im Frühling

Der Frühling bzw. Anfang des Sommers in den Städten der Algarve ist besonders schön. Blaue Blüten zieren die Straßenränder und egal wohin man geht, liegt dieser besondere Duft der blühenden Bäume in der Luft. Gerade wenn ich an das Hinterland denke, ist es, als hätte ich den Geruch der Eukalyptusbäume immer noch in meiner Nase – herrlich!

Die vielen kleinen Häuser sind liebevoll verziert mit diesen typisch-portugiesischen Fliesen, die man sich zuvor bereits im Kopf ausgemalt hat und jetzt die Bestätigung dafür bekommt.

Die sehenswürdigen Orte in Faro und auch später in Lagos sind sehr gut zu Fuß erreichbar. Perfekt für einen gemütlichen Spaziergang und sich einfach mal der Nase nach treiben zu lassen. Das bedarf keiner großen Planung – und manchmal ist es doch am schönsten auf das Unerwartete zu treffen. Trotzdem können ein par Tips im Hinterkopf auch nie schaden, nicht wahr?

Meine Highlights in Faro:

  • Ein leckeres Abendessen am Hafen der Stadt mit den Lichtern der kleinen Boote
  • Die Capela dos Ossos. Nahe der bekanntesten Kirchen der ganzen Algarve, der Igreja do Carmo, befindet sich die so genannte „Knochenkirche“. Tausende von Knochen befüllen die Wände und sogar die Decke mit geometrischen Mustern. Ein bisschen bizarr – auch, wenn man weiß, dass dies daher rührt, dass der lokale Friedhof im 19. Jahrhundert überfüllt war und die Mönche, die einst der Stadt Faro dienten nun auf einen herabsehen.
  • Wunderschöne Strände wie der Praia da rocha oder der Praia de benagil.

#2 ALMANCIL – ein Schatz der Architektur

Für Architekturinteressierte gibt es in Almancil ein kleines Highlight. Die Sao Lourenco Kirche ist eine wirklich kleine Kirche, die innen mit Azulejos ausgekleidet ist. Das sind blau-bebilderte Keramikfließen. Der Architekt der Kirche ist leider nicht bekannt.

#3 MONCHIQUE – Willkommen im Hinterland

Monchique ist eine Kleinstadt umringt von Gebirge. Auf dem Weg zu den zwei Hotspots, den Gipfeln Fóia und Picota, kommt man vorbei an Zitrushainen, terrassenförmigen Gemüsebeeten und allerlei Wildblumen. Vielleicht ist es kein Geheimtipp mehr aber wie sagt man so schön: der Weg ist das Ziel. Und auf dem Weg, wie oben bereits erwähnt, riecht alles so wunderbar nach Eukalyptus! Die Aussicht von den Gipfeln ist wirklich atemberaubend, das Leben der Einheimischen im Vergleich zu den Küstenregionen aber vollkommen anders und somit mindestens genauso interessant.

#4 MÉRTOLA – Vom Hinterland ins Nirvana

Mértola im Nirvana – ein kleines Städtchen, das von dem Fluss Guadiana durchquert wird hat einen ganz besonderen Charme. Fast an der Grenze zu Spanien sind die Spuren der Römer und Mauren noch deutlich zu spüren. Die weißen Häuschen wurden an den Hang gebaut und werden von dem Castelo auf der Bergspitze überwacht. Nicht weit entfernt befindet sich die alte Kupfermine Minas de Sao Domingos – ein Rundgang hier ist ebenfalls super beeindruckend!

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